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Mord in Trance: Die unglaublichen Taten eines okkulten Trios in Kärnten

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Margit T. reißt plötzlich ihre Augen weit auf, mit starrem Blick und plötzlich tiefer, angsteinflößender Stimme richtet sie Botschaften an ihre Opfer. Wenn das passierte, war für diese klar: Nun spricht Gott durch sein Medium in Form dieser ansonsten eher unscheinbaren Frau. Die "Botschaften Gottes" kamen nicht nur auf diese Weise. T. machte ihren Opfern etwa auch weis, dass sie SMS von Gott empfangen könne.

Bekamen die Opfer Textnachrichten in Versalien, war für sie klar, dass diese nun von Gott und nicht von Margit T. stammten. So überredete sie eine junge Frau, die sie zuvor schon um ihre gesamten Ersparnisse gebracht hatte dazu, ihren Arbeitgeber um 200.000 Euro zu bestehlen, für den Wiederaufbau nach dem bevorstehenden Weltuntergang.

Margit T. suchte sich ihre Opfer sehr bewusst aus, verstand es ihre Schwächen zu erkennen und gegen sie zu verwenden. Als Energetikerin lernte sie viele der Esoterik-Welt aufgeschlossene Menschen kennen. Sie gab sich als Wahrsagerin aus und schaffte es, viele von ihren vermeintlich übernatürlichen Fähigkeiten zu überzeugen und damit in ein Abhängigkeitsverhältnis zu treiben. Anschließend isolierte sie ihre Opfer von Verwandten und Freunden und drängte sie letztlich zu Straftaten. Immer mit dem Ziel, Geld zu beschaffen. So manipulierte sie auch ihre Komplizinnen Barbara H. und Melitta O. Bei Widerspruch schreckte sie nicht davor zurück "großes Unheil" anzukündigen, das etwa der kleinen Tochter von O. drohe, wenn diese ihre Aufträge nicht ausführte.

Zahlreiche Opfer zahlten unglaubliche Summen an Margit T., sehr viel davon landete in ihrer Eckbank, den sie als "heiligen Ort" bezeichnete, der unter besonderem Schutz gestanden haben soll – in Wirklichkeit aber ein Fass ohne Boden war. Wenn sie ihre Opfer finanziell ausgepresst hatte, ihr gesamtes Erspartes schon in der Eckbank verschwunden waren, versuchte T. alleinige Erbin zu werden.

So auch bei einer alleinstehenden wohlhabenden Witwe: Margit T. baute eine Freundschaft zu der Frau auf, isolierte sie von ihrer Tochter, nahm ihr sogar das Handy ab. Das Trio um Margit T. wurde zu den einzigen Bezugspersonen für die Frau. Der Plan ging auf, die Pensionistin setzte T. als Alleinerbin ein. Nach einem Streit drohte die 72-Jährige aber damit, Margit T. aus dem Testament zu streichen. Das sollte ihr Todesurteil sein. Im September 2018 mischte T. einen giftigen Pflanzenbrei. Gemeinsam mit Barbara H. verabreichte sie der Pensionistin das Gift – in einer Cremesuppe. Sie sollte innerhalb weniger Stunden sterben. Doch der Plan schlug fehl, die Dame klagte nur über einen Hautausschlag und Bauchschmerzen.

Ein neuer tödlicher Plan musste her. Margit T. beauftragte Barbara H., die Pensionistin mit bloßen Händen zu erwürgen. Sie übten die grausame Tat sogar. H. zögerte zunächst, doch Margit T. forderte, dass sie die Welt von den "negativen Energien" der Frau befreien müsse, sonst würde ihr und der Tochter großes Unheil drohen. Bei einem Besuch setzte H. den Plan schließlich in die Tat um. "Wie in Trance", wie sie später vor Gericht beschreiben wird. Obwohl sie den Mord gestanden hat, sagte sie "das war nicht ich", eine übersinnliche Macht habe Besitz von ihr ergriffen. Nur Dank eines aufmerksamen Streifenpolizisten wurde der Mord als solcher erkannt, beinahe wäre der Leichnam zur Feuerbestattung freigegeben worden.

Der letzte Akt in diesem unfassbaren Kriminalfall besteht aus mehreren Bränden im Raum Villach. Wieder instrumentalisierte Margit T. Barbara H. Wieder war es die "Stimme Gottes", die die Straftaten forderte. Wieder müsse böse Energie vernichtet werden, diesmal mit Feuer. Und wieder ging es in Wirklichkeit um Geld – Versicherungsbetrug um genau zu sein: H. hatte eine Feuerversicherung auf ihr Haus abgeschlossen. Doch weil es zu auffällig wäre, wenn nur ihr Gebäude brennen würde, wollte sie den Mythos eines Feuerteufels an die Wand malen. Nach mehreren Bränden klickten am 25. November die Handschellen für die drei Frauen. In einer außergewöhnlichen Pressekonferenz wurde das Ausmaß dieser Verbrechensserie, die so viele Existenzen zerstörte und so viel Leid über zahlreiche Opfer brachte, bekannt.

Juristisch ist dieses finstere Kapitel der Kärntner Kriminalgeschichte seit einigen Tagen abgeschlossen. Margit T. und Barbara H. müssen lebenslang hinter Gitter.

In dieser Folge von delikt, erzählen Manuela Kalser und Jochen Habich im Gespräch mit David Knes von den unfassbaren Ereignissen, spannenden Details und interessanten Hintergründen rund um diesen Jahrhundert-Kriminalfall.

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Margit T. reißt plötzlich ihre Augen weit auf, mit starrem Blick und plötzlich tiefer, angsteinflößender Stimme richtet sie Botschaften an ihre Opfer. Wenn das passierte, war für diese klar: Nun spricht Gott durch sein Medium in Form dieser ansonsten eher unscheinbaren Frau. Die "Botschaften Gottes" kamen nicht nur auf diese Weise. T. machte ihren Opfern etwa auch weis, dass sie SMS von Gott empfangen könne.

Bekamen die Opfer Textnachrichten in Versalien, war für sie klar, dass diese nun von Gott und nicht von Margit T. stammten. So überredete sie eine junge Frau, die sie zuvor schon um ihre gesamten Ersparnisse gebracht hatte dazu, ihren Arbeitgeber um 200.000 Euro zu bestehlen, für den Wiederaufbau nach dem bevorstehenden Weltuntergang.

Margit T. suchte sich ihre Opfer sehr bewusst aus, verstand es ihre Schwächen zu erkennen und gegen sie zu verwenden. Als Energetikerin lernte sie viele der Esoterik-Welt aufgeschlossene Menschen kennen. Sie gab sich als Wahrsagerin aus und schaffte es, viele von ihren vermeintlich übernatürlichen Fähigkeiten zu überzeugen und damit in ein Abhängigkeitsverhältnis zu treiben. Anschließend isolierte sie ihre Opfer von Verwandten und Freunden und drängte sie letztlich zu Straftaten. Immer mit dem Ziel, Geld zu beschaffen. So manipulierte sie auch ihre Komplizinnen Barbara H. und Melitta O. Bei Widerspruch schreckte sie nicht davor zurück "großes Unheil" anzukündigen, das etwa der kleinen Tochter von O. drohe, wenn diese ihre Aufträge nicht ausführte.

Zahlreiche Opfer zahlten unglaubliche Summen an Margit T., sehr viel davon landete in ihrer Eckbank, den sie als "heiligen Ort" bezeichnete, der unter besonderem Schutz gestanden haben soll – in Wirklichkeit aber ein Fass ohne Boden war. Wenn sie ihre Opfer finanziell ausgepresst hatte, ihr gesamtes Erspartes schon in der Eckbank verschwunden waren, versuchte T. alleinige Erbin zu werden.

So auch bei einer alleinstehenden wohlhabenden Witwe: Margit T. baute eine Freundschaft zu der Frau auf, isolierte sie von ihrer Tochter, nahm ihr sogar das Handy ab. Das Trio um Margit T. wurde zu den einzigen Bezugspersonen für die Frau. Der Plan ging auf, die Pensionistin setzte T. als Alleinerbin ein. Nach einem Streit drohte die 72-Jährige aber damit, Margit T. aus dem Testament zu streichen. Das sollte ihr Todesurteil sein. Im September 2018 mischte T. einen giftigen Pflanzenbrei. Gemeinsam mit Barbara H. verabreichte sie der Pensionistin das Gift – in einer Cremesuppe. Sie sollte innerhalb weniger Stunden sterben. Doch der Plan schlug fehl, die Dame klagte nur über einen Hautausschlag und Bauchschmerzen.

Ein neuer tödlicher Plan musste her. Margit T. beauftragte Barbara H., die Pensionistin mit bloßen Händen zu erwürgen. Sie übten die grausame Tat sogar. H. zögerte zunächst, doch Margit T. forderte, dass sie die Welt von den "negativen Energien" der Frau befreien müsse, sonst würde ihr und der Tochter großes Unheil drohen. Bei einem Besuch setzte H. den Plan schließlich in die Tat um. "Wie in Trance", wie sie später vor Gericht beschreiben wird. Obwohl sie den Mord gestanden hat, sagte sie "das war nicht ich", eine übersinnliche Macht habe Besitz von ihr ergriffen. Nur Dank eines aufmerksamen Streifenpolizisten wurde der Mord als solcher erkannt, beinahe wäre der Leichnam zur Feuerbestattung freigegeben worden.

Der letzte Akt in diesem unfassbaren Kriminalfall besteht aus mehreren Bränden im Raum Villach. Wieder instrumentalisierte Margit T. Barbara H. Wieder war es die "Stimme Gottes", die die Straftaten forderte. Wieder müsse böse Energie vernichtet werden, diesmal mit Feuer. Und wieder ging es in Wirklichkeit um Geld – Versicherungsbetrug um genau zu sein: H. hatte eine Feuerversicherung auf ihr Haus abgeschlossen. Doch weil es zu auffällig wäre, wenn nur ihr Gebäude brennen würde, wollte sie den Mythos eines Feuerteufels an die Wand malen. Nach mehreren Bränden klickten am 25. November die Handschellen für die drei Frauen. In einer außergewöhnlichen Pressekonferenz wurde das Ausmaß dieser Verbrechensserie, die so viele Existenzen zerstörte und so viel Leid über zahlreiche Opfer brachte, bekannt.

Juristisch ist dieses finstere Kapitel der Kärntner Kriminalgeschichte seit einigen Tagen abgeschlossen. Margit T. und Barbara H. müssen lebenslang hinter Gitter.

In dieser Folge von delikt, erzählen Manuela Kalser und Jochen Habich im Gespräch mit David Knes von den unfassbaren Ereignissen, spannenden Details und interessanten Hintergründen rund um diesen Jahrhundert-Kriminalfall.

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